LI-Hamburg

Zertifiziert nach LQW 2

Bild vergrößern

Nach dem Durchlaufen eines 18monatigen Testierungsverfahrens ist das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) in seiner Qualitätsentwicklung als Weiterbildungseinrichtung zertifiziert worden.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Qualitätsentwicklungsprozesses mit externer Evaluation durch die ArtSet GmbH, Hannover, stellten dessen Geschäftsführer, Prof. Dr. R. Zech, und die Gutachterin, Frau H. Stark, im Abschlussgutachten fest:

"Die Organisation hat in vorbildlicher Umsetzung des LQW-Modells eine Bestandsaufnahme ihrer Verfahren und Standards vorgenommen, diese in einem partizipativen Prozess bewertet und ggf. konsequent Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt bzw. in die Wege geleitet. Die vereinbarten strategischen Ziele mit ihren jeweiligen Teilzielen spiegeln die Entschlossenheit, sich kontinuierlich im Sinne der Lernerorientierung weiter zu entwickeln, überzeugend wider.“

In der Präambel seines Leitbildes bringt das Landesinstitut (LI) sein Selbstverständnis als ein „Haus des Lernens“ zum Ausdruck, das bestrebt ist, ein glaubwürdiges Modell für eine lernende Organisation zu sein. Da das LI selber umfassende Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Weiterentwicklung der Qualität von Schule und Unterricht in Hamburg anbietet, gehört es ebenfalls zu seinem Selbstverständnis, sich hinsichtlich seines eigenen Qualitätsentwicklungsanspruchs und dessen Einlösung testieren zu lassen. Zurückgegriffen wurde bei dem zwischen 2005 und 2007 durchlaufenden Testierungsverfahren auf das Modell „Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung – LQW 2“, das im Rahmen eines BLK-Modellversuchs für Weiterbildungseinrichtungen entwickelt wurde und durch die Bundesagentur für Arbeit nach SGB III anerkannt ist. Es geht dabei von folgenden Prämissen aus:

  • Da der Lernerfolg in einer Bildungsmaßnahme nicht nur durch den Bildungsanbieter al-lein, sondern maßgeblich durch die Eigenaktivität des Lernenden selbst determiniert wird, steht der Lerner im Mittelpunkt aller Qualitätsbemühungen.
  • Es geht um ein Gleichgewicht zwischen verbindlichen Standards und Anforderungen und der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung in der Organisation.
  • Das Testierungsverfahren stellt eine Verbindung von Selbst- und Fremdevaluation dar.

Der Aufbau und die Anforderungen der Qualitätsbereiche sind – ähnlich wie beim Orientie-rungsrahmen Schulqualität – angelehnt an das EFQM-Modell. Ausgangspunkt bei der Testierung ist die Erarbeitung bzw. Überarbeitung eines Leitbildes sowie die Definition des gelungenen Lernens. Hieraufhin wurden zehn Qualitätsbereiche (Bedarfserschließung, Schlüsselprozesse, Lehr-Lern-Prozesse, Evaluation, Infrastruktur, Führung, Personal, Controlling, Kun-denkommunikation, Strategische Entwicklungsziele) anhand definierter Anforderungen über-prüft und Verbesserungsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt. 

Einige Beispiele für erreichte Ergebnisse:

  • Die Diskussion, wie sich das Leitbild im Lehr-Lern-Prozess konkretisieren lässt, wurde in den Abteilungen und Referaten geführt. Leitvorstellungen und Standards für die Durchführung von Seminaren wurden überprüft und systematisch weiterentwickelt.
  • Auf der Grundlage der bestehenden Evaluationsverfahren wurde von einer externen Beratungsfirma ein umfassendes Evaluationskonzept für die Bildungsprozesse im LI erstellt. Das Evaluationskonzept wird im Herbst 2007 erstmals umgesetzt.
  • Das neu entwickelte Führungsleitbild wurde in die Personalentwicklung am LI integriert. Der zur vertiefenden Befassung mit Leitungsaufgaben durchgeführte Workshop mit allen Führungskräften am LI wird zukünftig regelhaft stattfinden.
  • Die zentralen Planungs- und Steuerungsprozesse wurden als Schlüsselprozesse aufeinander abgestimmt und in das Qualitätsmanagement einbezogen.
  • Die Kundeninformationen wurden im Sinne des Verbraucherschutzes durch eine verbesserte Information über die Kompetenzen der Lehrenden und die Standards für Seminarveranstaltungen weiterentwickelt.
  • Neben der dezentralen Kundenbefragung wurde ein zentrales Beschwerdemanagement eingeführt.
  • Eine Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung des „Wissens- und Datenmanagements im LI“ wurde eingesetzt, um dem Umgang mit Neuen Medien in der Lehrerbildung gerecht zu werden und Komplexität sowie Kosten zu reduzieren.
  • Ein Konzept zur dauerhaften Wahrnehmung der Aufgabe „Qualitätsmanagement im LI“ wurde entwickelt und wird als Regelaufgabe umgesetzt. Bereits auf dem Abschlussworkshop im Februar 2007 ist der Prozess der Retestierung nach LQW durch die Vereinbarung der strategischen Entwicklungsziele für die nächsten vier Jahre eingeleitet worden.

Mit Fragen zum Testierungsverfahren wenden Sie sich bitte an Uwe Grieger, Tel. 040-428 01 3704 oder Wolfgang Wunstorf, Tel. 040-428 01 2366.

 




gedruckt am Do, 09.09.2010 aus http://li-hamburg.de

Fenster schliessen | Drucken