Demokratie- und Projektlernen
Die Schule hat als einzige Institution die Chance, alle Kinder und Jugendlichen zu erreichen und für die Demokratie zu gewinnen. Die Befähigung und Stärkung der Bereitschaft, "an der Gestaltung einer der Humanität verpflichteten demokratischen Gesellschaft mitzuwirken“ (Hamburger Schulgesetz § 2), ist der Kern des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags.
„Die Demokratie ist mehr als eine Regierungsform; sie ist in erster Linie eine Form des Zusammenlebens, der gemeinsamen und miteinander geteilten Erfahrung.“ (John Dewey 1916). „Demokratie ist ein Projekt, das ständig neu generiert werden muss.“ (Wolfgang Edelstein 2005) Das Kennenlernen, Verstehen und Einüben demokratischer Lebensformen (Civic Education) ist also ein Dauerprojekt.
Die drei notwendigen Schlüsselkompetenzen „für ein erfolgreiches Leben und eine gut funktionierende demokratische Gesellschaft“ sind
- autonome Handlungsfähigkeit,
- die Fähigkeit zur interaktiven Nutzung von Medien und
- die Fähigkeit zum Handeln in heterogenen Gruppen (DeSeCo-Studie der OECD 2005).
Von den drei großen Unterrichtsformen Lehrgang, Training und Projekt ist das Lernen in Projekten diejenige, in der sich die eben genannten Schlüsselkompetenzen am besten entfalten können. Demokratie- und Projektlernen gehören zusammen. Das gilt für alle Schulstufen, Fächer, Lernbereiche und Aufgabengebiete.
Weitere Argumente für den Zusammenhang von Demokratie- und Projektlernen finden sich auf der Website Projektdidaktik & Stadtteilkooperation.

