Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg
ImpressumSitemap

Qualifzierungs- und Beratungsangebot für das Schulkollegium

Das Qualifizierungsangebot umfasst drei Schritte:

1. Schritt: Klärungsgespräch in der Einzelschule

Nach der Anfrage durch eine Einzelschule findet ein Klärungsgespräch mit der Schulleitung, betroffenen Fachleitungen und/oder Steuergruppenmitgliedern (höchstens fünf Personen) statt. Ein Ziel des Gesprächs ist es, das spezifische Anliegen der Schule zu klären und den Entwicklungsstand der Schule hinsichtlich schon praktizierter individualisierter Unterrichtsformen festzustellen. In dem Gespräch geht es weiter darum, den schulinternen Verständigungsprozess zum Thema individualisierter und kompetenzorientierter Unterricht zu fördern, schulspezifische Maßnahmen zur Weiterentwicklung zu planen und dazu passende Unterstützungsangebote vorzustellen (z. B. Pädagogische Konferenz, Didaktische Werkstatt und Trainings, externe Moderation).
Wenn ein solcher Verständigungsprozess noch nicht erfolgt ist, bietet das LI dafür Unterstützung an, z. B. durch die Mitgestaltung einer Pädagogischen Konferenz, auf der das Kollegium einer Schule an einem gemeinsamen Verständnis von Individualisierung arbeitet und den eigenen Stand der Unterrichtsentwicklung reflektiert. Damit wird eine wichtige Voraussetzung für den Transfer von Erkenntnissen aus den nachfolgenden Didaktischen Werkstätten geschaffen.

Das Klärungsgespräch wird von einem Mitglied des Agenturteams zusammen mit einem Prozessberater des LI geführt, der die Schule während des gesamten Prozesses als Ansprechpartner begleitet. Der Schule stehen neben den Angeboten zur Schulreform natürlich auch das Regelangebot des LI und die Unterstützung durch externe Referenten zur Verfügung.

2. Schritt: Didaktische Werkstätten und Trainings

Mit den „Didaktischen Werkstätten“ und Trainings in verschiedenen Fächern und Lernbereichen bietet das LI ein neues Format an. In dreischrittigen Veranstaltungen werden Wege und Voraussetzungen zum individualisierten und kompetenzorientierten Unterricht sowohl in der Primarschule als auch in der Sekundarstufe I vorgestellt, erprobt und anhand der eigenen Erfahrungen reflektiert und weiterentwickelt. Im Mittelpunkt stehen das exemplarische Erproben von Formen des individualisierten und kompetenzorientierten Unterrichts sowie die Entwicklung eigener Vorhaben.
Daneben bieten eine Werkstatt zur Life-Skill-Förderung (Lebenskompetenzen) sowie das Training zur lernförderlichen Gruppenentwicklung die Möglichkeit, die Voraussetzungen für individualisierten Unterricht zu schaffen bzw. zu verbessern. Die „Didaktische Werkstatt“ bzw. ein Training umfassen drei 4-stündige Termine im Abstand von etwa 6 Wochen.

Für eine Teilnahme an den Werkstätten und Trainings wird vorausgesetzt, dass in der Schule bereits ein Verständigungsprozess zum individualisierten Unterricht stattgefunden hat, z. B. im Rahmen einer Pädagogischen Konferenz.

Die „Didaktischen Werkstätten“ werden für folgende Fächer und Lernbereiche angeboten:

3. Schritt: Anschlussgespräch in der Einzelschule

Nach Abschluss der Didaktischen Werkstätten bzw. Trainings führt der Prozessberater mit der Schulleitung, den Fachleitungen bzw. Kollegen aus den angewählten Werkstätten bzw. Trainings und/oder der Steuergruppe ein Anschlussgespräch zur Bilanzierung und Planung des weiteren Vorgehens.

Umfang des Gesamtpaktes: Die Veranstaltungen finden in der Regel schulintern oder in Kooperation mit anderen Schulen der Region statt. Die Schule benötigt für die Teilnahme an den verschiedenen Elementen der Maßnahme etwa 20 Wochen. Eine Lehrkraft, die an der Pädagogischen Konferenz und den Werkstätten / Trainings teilnimmt, benötigt dafür etwa 18 Stunden (4-8 Stunden Konferenz plus insgesamt 12 Stunden pro Werkstatt / Training).