Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg
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Dr. Thomas Borau
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Fachseminar Metall- und Maschinentechnik

Wofür wird ausgebildet?

Im Fachseminar wird die berufsfeldspezifische Handlungskompetenz der Referendare und Referendarinnen unter fachdidaktischen und fachmethodischen Aspekten für den Einsatz im metalltechnischen Bereich der berufsbildenden Schulen entwickelt und gefördert. Da der Unterrichtseinsatz in verschiedenen Schulformen (z. B. Berufsschule, Berufsfachschule, Berufsvorbereitungsjahr, Fachoberschule, Technisches Gymnasium oder Fachschule für Technik) möglich ist, ergibt sich ein breit angelegtes Feld von zu erreichender professioneller Handlungsfähigkeit. (Näheres hierzu siehe Ausbildungscurriculum).

Wie wird ausgebildet?

Die Arbeit im Fachseminar berücksichtigt Grundsätze der Teilnehmer-, Theorie-, Praxis- und Erfahrungsorientierung. Das bedeutet, dass sich die Referendare und Referendarinnen mit ihren Kenntnissen, Fähigkeiten und Vorerfahrungen aktiv an der Seminargestaltung beteiligen. Auswahl und Ausgestaltung der Seminarthemen erfolgen weitgehend selbstständig durch die Referendare und Referendarinnen auf der Grundlage des Ausbildungscurriculums. Die für eine reflexive Unterrichtsarbeit notwendigen didaktischen Theoriekonzepte werden in den Seminarsitzungen im Kontext konkreter Unterrichtsvorhaben behandelt. Durchführung von Exkursionen, Besuch von Fachtagungen und Einladungen von externen Fachleuten werden soweit wie möglich in den Seminarplan aufgenommen.
In Verbindung mit dem Seminar finden vierzehntäglich Unterrichtspraktische Übungen (UpÜ) an den Ausbildungsschulen als Kleingruppenhospitationen statt. Die Nachbesprechungen (Unterrichtsanalyse) der UpÜs werden von je einem Referendarskollegen moderiert und protokolliert. Die Erfahrung der Teilnehmer wächst entscheidend durch den zeitlichen Wechsel von erarbeiteten theoretischen Ansätzen im Seminar und durchgeführten Unterrichten an den Ausbildungsschulen sowie durch gemeinsame Unterrichtsanalysen und wechselseitiges Feedback. (Näheres siehe Ausbildungscurriculum ).
Um die Seminararbeit selbst zu reflektieren, wird am Ende eines jeden Schuljahres von den Teilnehmern eine Seminarevaluation durchgeführt.

Bezug zu den Ausbildungsschulen

Aufgrund des differenzierten Anforderungsspektrums in den verschiedenen Schulformen der metalltechnischen berufsbildenden Schulen wird, wann immer möglich, eine Zusammenarbeit zwischen dem Fachseminar und den Anleitern an den Ausbildungsschulen praktiziert. Dies betrifft vor allem die Mitwirkung der Referendare und Referendarinnen an der Gestaltung von neuen Lernfeldkonzepten oder an Labor- bzw. Experimentiereinrichtungen. Seminarsitzungen finden ggf. auch unter Nutzung der schulischen Infrastruktur statt.

Zu den metalltechnischen Ausbildungsschulen zählen:

Staatliche Gewerbeschule Stahl- und Maschinenbau (G 1)
Staatliche Gewerbeschule Installationstechnik (G2)
Staatliche Gewerbeschule Werft und Hafen (G7)
Berufliche Schule Recycling- und Umwelttechnik (G 8)
Staatliche Gewerbeschule Kraftfahrzeugtechnik (G9)
Staatliche Gewerbeschule Fertigungs- und Flugzeugtechnik (G15)
Berufliche Schule Farmsen (G 16)
Staatliche Gewerbeschule Metalltechnik (G 17)

Weitere Einzelheiten sind auf den Webseiten der Schulen zu finden.

Organisatorische Rahmenbedingungen

Die Fachseminarsitzungen finden vierzehntäglich in der Staatlichen Gewerbeschule KFZ-Technik (G 9, Ebelingplatz 9) donnerstags i.d.R. jeweils ab 14:00 Uhr statt. Da die Referendare und Referendarinnen während ihrer Ausbildung drei verschiedene Ausbildungsphasen mit unterschiedlichen Anteilen an Seminarverpflichtungen durchlaufen, werden die Seminarbesuchszeiten phasenweise angepasst und geregelt.

Die Gruppengröße des Fachseminars schwankte in den letzten Jahren zwischen 7 und 15 Teilnehmern.

Erwartungen an die Teilnehmer

Erwartet wird ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Bereitschaft zur Teamarbeit. Weitere wichtige Punkte sind:

  • Kenntnisstand bzw. kontinuierliche Erneuerung von Informationen über aktuelle Entwicklungen in der fachdidaktischen Diskussion
  • Bereitschaft zur intensiven Einarbeitung in berufsfeld- und unterrichtsrelevante moderne Technologien und Arbeitsverfahren
  • Engagement und kreative Mitarbeit bei der Gestaltung der Seminarsitzungen
  • Teilnahme an Fachtagungen
  • Innovative Beiträge zur Unterstützung der Schulentwicklung
Dr. Thomas Borau
FSL Metall- und Maschinentechnik